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Holsteinische Schweiz und Ostsee / Von Behrensdorf bis Eckernförde

 Von Behrensdorf bis Eckernförde
Tante-Emma-Laden
Tante-Emma-Laden

Heute gibt es kein Frühstück vor dem Start, das nächste Café auf dem Weg ist mir. Es war ein Fehler statt meinem Espressomaschinchen nur Tee mitzunehmen. Das Zelt ist wieder schnell in den Taschen verstaut und die nassen Klamotten kommen oben auf die Taschen zum Trocknen und dann mache ich mich wieder auf meinen Weg.

Ein Schild weist den Berg hinauf zum Hessenstein. Das ehemalige Forsthaus auf dem Parkplatz unterhalb des Turms lockt mit leckeren Gerichten auf der Speisekarte, allerdings zu weniger leckeren Preisen. Etwas weiter oberhalb steht er dann nun, der Hessenstein. Wegen der laufenden Sanierung ist der Turm mit einen Gerüst eingepackt. Ich fahre einmal um den Berg herum und dann weiter Richtung Westen. Mit 133 Metern Höhe ist dies der höchste Punkt auf meiner Tour. Von nun an geht es abwärts.

Das Wetter könnte irgendwie besser sein. Für die Regenhose sind die Schauer zu kurz und ohne werde ich nass. Vorbei am Seelenter See, steuere ich auf die B 202 zu. Schnell ist die Bundesstraße erreicht und auch der Verkehr nimmt stark zu. So vergehen Kilometer um Kilometer ohne dass ein Café in Sicht kommt. Da mich der Verkehr noch mehr nervt als das fehlende Café, biege ich an der Schwentine auf den Uferweg ab. Auf einem Steg mache ich erst einmal eine Pause und genieße die erstaunliche Ruhe so kurz vor Kiel.

Erst Fernweh dann ein Döner

Kiel am Seehafen
Kiel am Seehafen

Heftiges Fernweh packt mich beim Anblick der Fähren im Kieler Hafen und während ich an der Förde entlang die Stadt verlasse, denke ich an meinen Schwedenurlaub vor 9 Jahren. Kurz vor Eckernförde komme ich dann endlich zu meinem wohlverdienten Kaffee. Am Nachbartisch sitzen drei ältere Herren. Früher sind sie auch mit dem Rad und Zelt unterwegs gewesen, jetzt aber, mit über 80 zieht es sie dann doch in Pensionen oder Hotels. Aber Mehrtagestouren machen sie immer noch so oft sie können. Einer der drei Herren zeigt auf mein Rad und meint dass er früher auch gerne so einen Porsche gehabt hätte.

Um den Campingplatz bei Eckernförde zu erreichen, muss ich auf die andere Seite der Bucht und dort einen großen Bogen über den Berg fahren. Der direkte Weg ist durch eine Kaserne versperrt. Heute darf ich mich ordentlich anmelden und auch bezahlen. Die nette Frau an der Anmeldung gibt mir einen Tipp wie ich direkt an der Kaserne über einen Trampelpfad den Weg nach Eckernförde abkürzen kann. Ich fahre noch mal nach Eckernförde, schaue mir die Altstadt im Dunkeln an und genehmige mir einen Döner zum Abendessen. Pünktlich mit dem Schließen des Zeltes stellt sich auch wieder der Regen ein. Ich kann nicht einschlafen. Der Döner war zu groß und die Blase ist zu voll. Es hilft nichts ich muss raus.

Weiter gehts von: Eckernförde bis nach Rantrum



 


 

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