Sieben Jahre Tibet

Sieben Jahre Tibet

Mein Leben am Hofe des Dalai Lama

Sieben Jahre Tibet

Heinrich Harrer

2013 Ullstein Buchverlage

Umfang 448 Seiten

Die Deutsche Himalaya-Stiftung schickt Heinrich Harrer 1939 auf eine Erkundungsexpedition zum Nanga Parbat. Diese Reise endet, mit dem Eintritt Großbritanniens in den zweiten Weltkrieg,  in einem Internierungslagers in Britisch-Indien.

Mit dem Ausbruch aus dem Lager, beginnt eine neue Reise, die Harrer und Peter Aufschneiter, in die verbotene Stadt Lhasa, das religiöse Herz Tibets führen. Harrer ist fasziniert von der Landschaft und der Kultur der Tibeter. Schon auf der Flucht lernt er die Sprache.

Er beschreibt das Land und die Menschen mit großen Respekt aber ohne Pathos. Stück für Stück dringt er ein in die Welt der Verwaltung und des Adels, lässt den Leser die Strukturen des Landes verstehen. Ein friedliches Land, was langsam versteht, dass es Anschluss an den Rest der Welt haben muss.

Aufschneiter gibt sein Wissen weiter in dem er Bewässrungsanlagen baut und die Regierung berät. Harrer arbeitet als Übersetzer und Fotograf. Seine offene und neugierige Art führt ihn immer näher an das religiöse Oberhaupt der Tibeter heran. Bis er eines Tages den elfjährigen Mönchsjungen, Tendzin Gyatsho, dem 14. Dalai Lama, persönlich kennenlernen darf. Ab hier entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen diesen beiden Menschen.

Auch wenn Harrer am Anfang des Buches seine erzählerischen Fähigkeiten für nicht besonders ausgeprägt darstellt und darauf hinweist, dass er nur wiedergibt was er erlebt hat, hat er mich Seite für Seite neugieriger auf das Land und seine Menschen gemacht. Nicht übermäßig bildreich, aber dennoch fesselnd, beschreibt er seine Jahre auf der Flucht nach Tibet, seine Zeit in diesem so anderem Land und mit der Annexion Tibets durch die Chinesen, auch wieder aus Tibet heraus.  

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