Ostseeküsten Radweg
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His Tour im Ostseeferienland 43 km

Ostseeferienland, viel Land und das Meer
Milchtankstelle im Ostseeferienland - His Tour
Milchtankstelle im Ostseeferienland

Was anfangen mit so einem schönen Tag? Die Sonne scheint seit Tagen ungetrübt vom Himmel. Die Temperaturen steigen sanft über 20 Grad und der Wind zeigt sich mit einer leichten Brise gnädig zu den Radfahrern. Ich sehe das als Einladung für eine Radtour an die Ostsee. Da ich die üblichen Verdächtigen als Tour  ausschließen möchte, suche ich im Internet nach einer Inspiration und finde im Ostseeferienland „die His Tour“. Ein bisschen durchs Hinterland radeln und dabei kurz die Ostsee streifen klingt doch ganz gut. Vor knapp einer Woche habe ich mir Komoot zum Navigieren gegönnt und heute möchte ich es zum ersten Mal bei einer Radtour testen. Dann passt das doch.

Los geht es für mich in Lensahn. Nach einer kurzen Kurve durch das Ortszentrum, verschwinde ich recht schnell auf einer Nebenstraße in Richtung Grömitz. Ab dem Bahnhof wird nun Komoot die Führung übernehmen. Mal sehen wie es läuft.

Was ich gleich am Anfang zu sehen bekomme, wird mich bis nach Grömitz begleiten. Viel Landschaft, aufgeteilt durch Felder, ab und an unterbrochen durch kleine Dörfer und einer Milchtankstelle. Meine Radflaschen sind Reetdachhaus His Tour im Ostseeferienlandgefüllt und Milch ist auch nicht das ideale Getränk für eine Radtour. So reicht ein Foto und schon geht’s weiter.

So langsam steigen die Temperaturen auf T-Shirt Niveau. Zeit die Windjacke in die Taschen zu stopfen. An einer Milchkanne bringe ich das Rad zum Stehen. Das Quietschen der Vorderbremse verschreckt einige Vögel in der Hecke, die laut schimpfend das Weite suchen. Erst als ich mich rumdrehe, fällt mir das Reetdachhaus an der nächsten Kreuzung auf. Das ruft schon förmlich nach einem Bild mit mir. Fünf Minuten später ist ein brauchbares Bild gemacht, es kann weitergehen.

Feiner Sand in Grömitz

In Grömitz ist es ein Pärchen, dass wegen meiner Bremse verschreckt einen Satz zur Seite macht. Peinlich ist das. Ich sollte doch Mal für Ruhe sorgen. Wenigstens an der Promenade sind die Menschen vor mir sicher. Hier wird das Rad geschoben. Lang streckt sich die Seebrücke in die Ostsee hinein. Noch länger ist der feine Strand der die Urlauber in Scharen anlockt.

His Tourim Ostseeferienland Stevens Bikes
Strand am Ostseeküsten-Radweg

Kurz hinter Grömitz locken die Farben der Ostsee und die Dünen zu einer Pause. Es ist schon faszinierend wie die Ostsee ihr Gesicht verändern kann. Oft zeigt sie sich im schlichten Grau. Doch wenn der Wind aus dem Osten die Wolken zur Seite schiebt und die Luft ganz klar wird, dann rührt das kleine Meer kräftig in den Farbtöpfen und leuchtet in allen erdenklichen Grün- und Blautönen.

Betonfisch beim kleinen Nachbarn

Kellenhusen ist schon etwas kleiner und auch beschaulicher als der große Nachbar. Als besonderes Highlight liegt ein Wal über die Promenade. Durch das Auge des Betonfischs schlendern die Urlauber. Noch ein Weilchen lang folgt der Ostseeküsten Radweg seiner Namensgeberin bevor er sich etwas von ihr entfernt.

Das nächste und letzte Ostseebad auf der Tour ist Dahme. Auch hier gibt es Strand wie Sand am Meer. Auch hier zeigen sich die Menschen auf der Promenade. Die einen schick in den Cafés, ein paar wenige in Badehose auf dem Weg ins kühle Nass. Kurz überlege ich ob ich mir auch einen Kaffee gönne und den Blick über die Ostsee genieße. Doch dann beschließe ich noch bis Cismar zum Kloster zu fahren.

Kein Quell der Freude

Den Radweg bis Grube, kann man nicht wirklich als Quell der Freude bezeichnen. Der raue Asphalt und die vielen Löcher geben sich alle Mühe mir das Radfahren zu vermiesen. So bin ich froh, dass die weitere Route bis Cismar, wieder auf einer der ruhigen Nebenstraßen verläuft. Hier ist der Asphalt meist in einem deutlich besseren Zustand und man fährt auch wieder durch viel Landschaft, ab und an gespickt mit kleinen Dörfern.

Kloster Cismar

Im Klostergarten in Cismar gibt es jetzt auch den verdienten Kaffee und ein Stück Kuchen. Außerdem beschließe ich, auf dem letzten Stück zurück zum Start, nicht mehr der ausgeschilderten Route zu folgen. Die führt zwar auf einem Radweg entlang einer Landstraße, aber fast parallel dazu kann man über einer der Nebenstraßen deutlich entspannter radeln. Ich verpasse damit zwar eine weitere Milchtankstelle, aber Meinung zur Milch in der Trinkflasche hat sich noch nicht geändert. So verzichte ich gerne zugunsten der Ruhe auf den letzten Kilometern.

Und wie wars?

Das Fazit zur Tour – Bei jedem Wetter aber ganz besonders bei diesem Wetter und im Frühsommer eine wunderbare Tour. Mit kleinen Dörfern, Knicks, Feldern und Meer. Kurz, alles was die Ostseeküste zu bieten hat.

Und zu Komoot? – Aller Anfang ist einfach. Tour runterladen, los geht’s drücken und dann der Sprachnavigation folgen. Das wäre es gewesen, wenn, ja wenn nicht ab und an das GPS-Signal verloren gegangen wäre. Kurzes Aus- und wieder Einschalten hat das Problem gelöst. Wichtig ist, man merkt es möglichst schnell, sonst zieht Komoot einfach eine lange gerade Linie zwischen dem letzten Punkt und dem aktuellen Standort. Die Sprachansage ist aber das eigentliche Highlight. Ohne nachzudenken einfach durchs Land fahren, ohne auf die Karte zu schauen und doch nichts zu verpassen.



Hier der Link zur original His Tour auf outdooractive.

Auf GPSies findest Du meine eigene Variante 😉

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